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Erfolge
im Wettbewerb
Unser
hat Zukunft (Unser Dorf soll schöner werden )
1985 und
1986 Silber Kreisebene
1988,
1994, 2002 und 2005 - Gold 1B Kreisebene
1990,
1992, 1996, 1999 und 2008 - Gold 1A Kreisebene
1991,
1993, 1997 und 2009 Silber Landesebene
2000
- Bronze Landesebene
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Geschichte der Brölthalbahn
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Am Anfang war die Pferdebahn
- Ein Rückblick auf Deutschlands älteste Schmalspureisenbahn
Ja, das waren noch Zeiten,
als durch Benroth das Brölbähnchen schnaufte. Aber nicht etwa nur am
Dörfchen vorbeifuhr, sondern am eigenen Bahnhof Leben ins ansonsten eher
ruhige Landdasein brachte.
Doch, wer kann sich
überhaupt noch an den feurigen Elias erinnern? Schließlich fuhr 1954 der
letzte Zug auf dieser Strecke. Vielleicht werden sich jetzt etliche fragen:
Ist eine Dampflok, gerademal
so groß wie ein heutiges Wohnmobil, es wert, dass man darüber mehr als mit
einem wohlwollenden Nebensatz berichtet? Vor allem, wenn man noch nicht
einmal die Chance hat, auch nur den winzigsten Rest dieses Verkehrsmittels
zu Gesicht zu bekommen (zumindest, was das Bröltal betrifft, denn bei der
Jagsttalbahn, aber auch der bekannten Zillertalbahn sind noch Loks bzw.
Triebwagen des Brölbähnchens zu bewundern)
.
Die Antwort muß ein klares
"ja" sein, nicht aus romantischer Verklärung der "guten
alten Zeit" heraus, sondern einfach aus der Erkenntnis, daß Benroth
und das ganze Bröltal sich zumindest verkehrstechnisch wie auch
wirtschaftlich anders, schlechter entwickelt hätten, wenn es unser
Brölbähnchen nicht gegeben hätte.
Wohlgemerkt, wir wollen hier
nur über das Brölbähnchen berichten, welches sein Arbeitspensum zwischen
Hennef an der Sieg und Waldbröl an der Quelle der Bröl verrichtete.
Die anderen Bahnstrecken der
Brölthaler Eisenbahngesellschaft , die aber alle ebenfalls seit langem
nicht mehr existieren, sollen hier nicht unser Thema sein.
Doch der Reihe nach!
Die Notwendigkeit eines
"schnellen" Transportmittels
Eine unter heutigen
Gesichtspunkten nennenswerte verkehrstechnische Erschließung von Benroth
gab es in den vergangenen Jahrhunderten nicht. Benroth war ein Dorf wie
viele im Homburger Land. Man versorgte sich so gut es ging mit dem, was der
kärgliche Ackerboden oder die bescheidene Viehzucht hergaben. Einen
Warenaustausch gab es nur ansatzweise, und wenn wirklich mit oder ohne
Fuhrwerk eine weitere Strecke als bis ins Nachbardorf zurückgelegt werden
mußte, benutzte
man notgedrungen die
ausgefahrenen Hohlwege oder Trampelpfade.
Die nächsten Überlandwege,
die die Städte und Regionen miteinander verbanden, waren die
Nutscheidhöhenstraße (auch oft Römerstraße genannt, obwohl wahrscheinlich
nie ein Römer über sie gegangen ist) und die an Waldbröl vorbeilaufende
Brüderstraße.
Doch dann sollte ein Fund
die Geschichte im mittleren Bröltal grundsätzlich ändern!
In unmittelbarer Nähe vom 4
km entfernten Ruppichteroth wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in
größerem Umfang abbauwürdige Eisenerzvorkommen (Toneisenstein) entdeckt.
Zwar gab es schon viele
Jahrhunderte vorher Eisenerzabbau, ja sogar auch dessen Verhüttung in und
um die Dörfer herum (so auch mitten in Benroth!), doch das waren alles
Kleinstfundstätten für den Eigenbedarf.
Die Industrielle Revolution
des 19. Jahrhunderts mit ihrem riesigen Bedarf an Rohstoffen wie Eisenerz
erforderte ergiebige Lieferquellen.
Man ist wahrscheinlich mehr
als erstaunt, wenn man in alten Berichten davon liest, daß in der Mitte des
letzten Jahrhunderts einige Hundert Arbeiter mit dem Abbau des Erzes in
Ruppichteroth beschäftigt waren.
Die Eisenhütte, die mit
diesem Rohstoff versorgt wurde, war die Friedrich-Wilhelms-Hütte in
Troisdorf.
Doch wie sollte man nach
Troisdorf gelangen?
Die Wege und Pfade führten
damals alle über die Berghöhen. Täler wurden nur notgedrungen durchquert.
Das Bröltal selbst war vor allem im Frühjahr nahezu unpassierbar, denn die
Bröl änderte ihren Lauf regelmäßig, der Sumpf und Morast machte ein
Vorankommen unmöglich.
Trotz damals extrem knapper
Finanzmittel wurde mit enormem Aufwand der Bau der Bröltalstraße 1859
begonnen. Bereits ein Jahr später war die neue Verkehrsader fertig und
Fuhrwerke konnten über Hennef nach Troisdorf fahren.
Als die Eisenbahnstrecke
(Deutz-Minden) durch das benachbarte Siegtal 1860 fertiggestellt war,
konnte die Erzfracht bereits in Hennef verladen werden.
Stichwort Siegtaleisenbahn :
Als die Erfindung der Dampfeisenbahn die Welt in der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts revolutionierte, wurden Pläne erarbeitet, eine Eisenbahnlinie
von (Köln-)Deutz nach Minden durch das Bröltal zu führen.
Doch die zu hohe Anzahl von
kostspieligen Tunnelbauten und die Enge des Bröltales ließen die Pläne
schließlich platzen, das Siegtal wurde ausgewählt..
Der Eisenerzbedarf der
Friedrich-Wilhelms-Hütte stieg, aber gleichzeitig erschöpften sich die
Erzvorräte im Pleistal bei Hennef. So mußte ein leistungsfähigeres
Transportmittel her:
Die Pferdebahn (27. Mai 1862
bis 25. April 1863)
Auf der Trasse der
Bröltalstraße wurde mit Einwilligung der Bröltalgemeinden innerhalb von nur
18 Monaten ein schmalspuriger Gleiskörper verlegt. Die Spurweite betrug
(unübliche) 785 mm. Über diesen Schienenstrang zog jeweils ein Pferd einen
Wagen, der immerhin 5 Tonnen Eisenerz faßte.
Durch diesen ersten
Schienentransportweg wurden die Zeiten für den Erztransport erheblich
verkürzt.
Doch es sollte nicht lange
dauern, bis das Bröltal in die Epoche der Dampfloks eintauchen sollte!
Die Dampflok kommt (25.
April 1863)
Der mittlerweile reibungslos
funktionierende Transport des Eisenerzes zur Friedrich-Wilhelms-Hütte
führte zu einer erheblichen Steigerung des Eisenerzabbaus im Saurenbacher
Tal. Recht schnell faßte man daher den Entschluß, die Pferde durch
Dampflokomotiven zu ersetzen. Diese Planungen stießen jedoch in der
Bevölkerung auf wenig Gegenliebe.
Man hatte schlichtweg Angst
um Leib und Leben, nicht nur um das eigene, sondern gerade auch um das der
eigenen Tiere. Man befürchtete, daß z.B. die Pferde und Ochsen vor diesem
feuerspeienden Ungetüm scheuen würden.
Aller Unkenrufe zum Trotz-Am
28. April 1863 war es soweit! Der erste Dampflokzug fuhr von Hennef nach
Ruppichteroth.
Mit ihm und allen weiteren
Zügen für die nächste Zeit fuhren auch Polizeikommissare mit , um alle
besonderen Vorkommnisse zu protokollieren.
Die anfänglich rosigen
Aussichten der Bahn auf stetig steigende Transportmengen wurden bereits
nach recht kurzer Zeit durch die sich erschöpfenden Eisenerzvorkommen bei
Ruppichteroth einer harten Probe ausgesetzt.
Die Verlängerung der Strecke
über Benroth bis Waldbröl mußte her!
Am 6. September 1870 wurde
die Strecke Ruppichteroth – Benroth – Waldbröl eröffnet.
Diese Streckenverlängerung
war nur durch eine Staatsprämie des preußischen Staates über 60.000 Taler
möglich geworden.
Als Gegenleistung für diese
Prämie wurde unter anderem festgeschrieben, daß die Brölthaler Eisenbahn
auch Personen zu befördern hätte.
Somit war das Brölbähnchen
die erste mit Dampf betriebene, dem allgemeinen Verkehr dienende
Schmalspurbahn Deutschlands!
Der Eisenbahnalltag beginnt
Die in die Schmalspurbahn
gesetzten Hoffnungen und Erwartungen erfüllten sich voll und ganz.
Nach der Einstellung des
Erztransportes Mitte der Siebziger Jahre stieg das Transportaufkommen
schnell über die Spitzenergebnisse der früheren Erztransporte hinaus.
Bemerkenswert ist die
Umkehrung des Güterflusses. Wurden während der Erztransport-Zeit
überwiegend Güter talabwärts nach Hennef befördert, so überwogen später die
Transporte ins Bröltal hinein.
Die ersten
Personentransporte bewegten sich nicht auf dem hohen Niveau heutiger
IC-Reisen!
Man baute seitens der
Eisenbahngesellschaft eigenhändig einen Personenwagen und hängte ihn
einfach an den Güterzug an. Dafür war allerdings auch die Fahrt bis 1872
kostenlos!
Nicht nur diese
Begleitumstande produzierten Erlebnisse, Anekdoten und so manche
Werkwürdigkeit unseres liebenswürdigen Brölbähnchens!
Aber hierüber und manch
andere Ereignisse des Bähnchens wird noch an anderer Stelle zu berichten
sein.
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